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Frage wegen schildmaterial (Gelesen: 88660 mal)
Eriol
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Re: Frage wegen schildmaterial
Antwort #30 - 18.02.11 um 22:32:17
 
nun, die rohaut-version ist eindeutig stabiler.
warum sollte man dünnes leinen nehmen und auf den schutz verzichten?
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Werner
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Re: Frage wegen schildmaterial
Antwort #31 - 19.02.11 um 02:04:22
 
Naja ich behaupte das rein an der Beleglage. Die erhaltenen füheren sind eindeutig alle mit Haut bespannt. Erst Später Leinen.
Wir haben FMA Schilde aus reinem Holz, dann die nächsten aus Rohhaut - dann Leinen.
Um einfach die Linie einzuhalten würde ich bei Rohhaut bleiben - wie beim Seedorfer z.B.  -  es gibt eben keinen Hinweis auf Leinen aus unserer Zeit - rein wissenschaftlich.
Denkbar ja -aber dann ist es wieder eine spekulative Rekro...mit Haut ist man einfach auf der sicheren Seite - Fakt eben, da belegt.
Auch sind die leinenbezogenen viel kleiner.....fast Faustschilde, evt. ein stabilitätskriterium, das man das auch nahm - weniger Fläche eben.
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Eriol
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Re: Frage wegen schildmaterial
Antwort #32 - 22.03.11 um 13:47:48
 
wenn ich den schild mit rohhaut bespanne, sollte diese dann auch angeleimt werden oder reicht die nagelung auf der rückseite?

die rohhaut an der rückseite sollte man wohl besser über die ganze fläche verteilt nageln, sonst bekommt man beim tocknen wohl den effekt das es sich ablöst und spannt wie bei ner trommel...

wie sieht das mit annähen aus? bei keinem original finde ich sowas, nur bei der umrandung von rundschilden. blöd, wo ich meinen anderen schild gerade genäht habe. aber da die anderen originale alle spätere dreiecksschilde sind... wird schon gehen.

ich wollte evtl. statt der üblichen plakafarben versuchen mit kreidegrund und pigmenten zu arbeiten.
ist wohl mal nen versuch wert.
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Ares Hjaldar de Borg
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Re: Frage wegen schildmaterial
Antwort #33 - 22.03.11 um 14:24:01
 
Die Schildbespannung sollte immer geleimt werden, sonst verzichtest du auf den eigentlich gewünschten "Kompositpanzerungs"-Effekt.

Ich bringe morgen mal etwas Literatur mit.
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Eriol
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Re: Frage wegen schildmaterial
Antwort #34 - 22.03.11 um 16:13:29
 
das war auch meine überlegung. in meinem neuen buch steht über eine verleimung aber nichts.

knochenleim hab ich besorgt.

plan ist folgender: (von aussen nach innen)
rohhaut -> sperrholz 3-4mm -> stoff -> holz -> stoff -> holz -> rohhaut-rest, (evtl. zusammengenäht wenns nicht reicht)

holz wollte ich evtl kiefer und pappel kombinieren (aus gewichtsgründen)

stoff zwischen den lagen als zusätzliche verstärkung

leimung im innern mit billigem ponal, die rohhaut aber mit knochenleim.

farbgebung auf der aussenseite dunkelblau,
innenseite bleibt roh. obwohl ja viele innen bemalt waren. aber dann sieht man die teure rohhaut ja nicht mehr...
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Sascha
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Re: Frage wegen schildmaterial
Antwort #35 - 22.03.11 um 17:23:05
 
3-4 mm, einlagig, ist für ein großen Schild ein wenig dünn.
Da sollten dann Minnimum 3 Schichten Stoff drauf und Rohhaut.
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Ares Hjaldar de Borg
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a furore normannorum libera
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Re: Frage wegen schildmaterial
Antwort #36 - 22.03.11 um 17:36:14
 
Warum klebt man Stoff IN einen Schild? Macht's nicht mehr Sinn, mehrere Schichten übereinander auf die Schirmfläche zu kleben? Die Leimverbindung Holz auf Holz ist meiner Erfahrung nach deutlich stabiler und sitzt genauer aufeinander (kein "schwimmender" Stoff beim Leimen), und der Stoff soll ja außen stabilisierend und schlaghemmend wirken, nicht im Schild. Es geht ja hier nicht um Durchschußübungen...
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Sascha
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Re: Frage wegen schildmaterial
Antwort #37 - 22.03.11 um 18:53:00
 
Ich klebe meistens eine Lage Stoff auf die Innenfläche und 2-3 Lagen nach außen.
Ich nehme Pappel, welche extrem empfindlich ist und das Leinen mit Leim ist eine Art Ersatz für Glasfaser dabei.
Holz hat eine Faserrichtung (wie Leder auch) und neigt dieser entlangt zum Spalten, der Stoff hat sozusagen zwei Faserrichtungen, durchs weben und ist verleimt stapiler und leichter als das Holz.
Ich spare dabei auch nicht am Leim, pro Schild bestimmt 2 kg (das Trockengewicht ist vernachlässigbar dabei) und auch wenn ich keine Schicht Stoff mehr darauflege wird der der Schild noch einmal verleimt. Die Art braucht natürlich ein zwei Tage zum beschichten.
Die Erfahrung im Schaukampf dabei ist, das der Holzkern  nach langen Gebrauch an einigen Stellen brechen kann, aber durch den Stoff noch gehalten wird...

Das bekleben der Innenseite verhindert zudem das komplette durchdringen von Klingen /(Pfeil-)Spitzen.
Außerdem sieht es besser aus, wenn man anstatt Planken, ganze Platten verwendet.



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Ares Hjaldar de Borg
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Re: Frage wegen schildmaterial
Antwort #38 - 22.03.11 um 19:07:14
 
Die Innenseite beklebe ich auch immer mit Leim, nur zwischen den Holzlagen klebe ich nicht.
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Re: Frage wegen schildmaterial
Antwort #39 - 22.03.11 um 19:58:34
 
Wenn Du zwischen den Holzlagen meinst, so halte ich das auch für sinnvoll.
Nur ist es nicht immer möglich, wie bei meinen gewölbten Rundschild.
Hier sind Hanffasern zu empfehlen, wie man sie zum abdichten von Rohren nutzt....
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Werner
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Re: Frage wegen schildmaterial
Antwort #40 - 22.03.11 um 21:59:17
 
Kleine Anmerkung, also in dem Schilderbuch steht nichts von anleimen der Haut ?! Wie wo warum?
Es sind auch 2- abb. brinn wie man die Vorder und Rückseite fachgereicht anbringt
Und Knochenleim...der ist wasserlöslich, wenn den den nicht mit Alaun versetzt löst der sich schon bei ner Morgenfeuchte, also Alaun dazu...in der richtigen Menge oder gleich Hasenleim nehmen.

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Re: Frage wegen schildmaterial
Antwort #41 - 23.03.11 um 08:42:50
 
Hasenleim ist genau wie Knochenleim ein Glutinleim, im Vergleich aber flexibler und wurde daher früher als Gummierung verwendet, z.B. für Briefmarken. Und die hat man geleckt, damit sie kleben. Warum? Weil Hasenleim auf Feuchtigkeit genau so reagiert, wie andere Glutinleime auch.
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"Wenn man nur noch über das urteilen darf, wo man selbst gelebt hat...also...für Historiker wird's eng." Dieter Nuhr
 
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Werner
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Re: Frage wegen schildmaterial
Antwort #42 - 23.03.11 um 09:47:52
 
Oky, flexibel ist ja dann noch besser - so oder so sollte damm aber Alaun rein, hab das so in Erinnerung das man 10% Alaun des Trochengewichtes der Leimperlen in den erwärmnetn Leim einrührt.
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Re: Frage wegen schildmaterial
Antwort #43 - 23.03.11 um 14:32:40
 
alaun sagt mir jetzt nix. was ist das?

die stoffreste (leinen) kommen aus stabilitätsgründen auf das holz. schaden tuts sicherlich nicht.
da aber bei den originalen ausschließlich pergament bzw. rohhaut aussen angebracht war (vorder und rückseite) und stoffbespannungen erst später auftauchen, möchte ich den stoff zwischen den holzplatten verstecken.
die moderne sperrholzkonstruktion ist in der form eh nicht historisch. aber: sperrholzkonstruktionen hat es gegeben! nur sah das halt etwas anders aus.

das holz wird natürlich nicht 3-4mm haben, sondern es sind 3 sperrholzplatten mit jeweils 4mm, also 12mm dicke gesamt.
dazwischen jeweils leinen, und mit her pergamentdicke von je 2-4mm wirds dann 18-20mm dick sein.

das wird schwer. darum hab ich nur für die äussere lage buche genommen. (die ist hart, aber schwer)
in der mitte pallel (weich aber sehr leicht)
innen kiefer (mittelhart und mittelschwer)

diese materialkombination sollte was abhalten können.

bei den natürlichen leimsorten liegt meines wissend nur der unterschied in der zähigkeit und elastizität. aufweichen tun die alle.
darum sollte man den schild mit flüssigem holzwachs versiegeln. (wasserfest und klar)
ich geh das risiko mal ein das auszuprobieren.
da man die leimung wahrscheinlich später noch sehen kann, da ich die rückseitige haut nähen muss, möchte ich auf moderne mittel zumindest aussen verzichten.
(zwischen die holzplatten kommt normaler wasserfester ponal. im übrigen reicht eine dose gerade mal für eine flächenverklebung aus, wenn stoff dazwischen ist. also sind 2 pötte für einen schild nötig. und da ist die aussenseite noch nicht mit drin...
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Re: Frage wegen schildmaterial
Antwort #44 - 23.03.11 um 18:55:20
 
Finde ich eine gute Entscheidung, das mal mit "historischem" Leim zu versuchen. Ob Knochenleim, wie er für Möbel und Instrumentenbau verwendet wurde, ober Hasenleim, der eher für Buchbinderei gedacht war, ist egal, denke ich. Vielleicht wäre es sogar eine Idee, den Leim nicht wetterfest zu machen und zu schauen, was dann wirklich passiert. Bei Glutinleim ist ja gerade das schöne, das der reversibel ist. Aber vielleicht probiere ich das selbst, bei meinem nächsten Schild.

Ach so, ja, Alaun: http://de.wikipedia.org/wiki/Alaun
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