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Bau einer Schwertscheide (Gelesen: 114331 mal)
Hilarus
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Dillingen / Saar
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Re: Bau einer Schwertscheide
Antwort #15 - 10.11.09 um 07:39:11
 
Ich war eigentlich auch erstaunt darüber, daß das Leder sich zum Einen ohne größere Probleme über den Holzkern stülpen ließ, zum Anderen jetzt trotzdem so fest anliegt...
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carpe diem!
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Geoffrey
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Re: Bau einer Schwertscheide
Antwort #16 - 16.11.09 um 11:42:25
 
Ich habe noch Fragen zu der Beriemung, Hilarus. Wie bekommt man den quadratischen Knoten hin? Auch das obere Ende ist mir nicht klar. Ein Riemen wird durch die Laschen des Lederbezugs gezogen, das ist klar. Aber wo kommen die zwei Riemen darüber, bzw. darunter her und wie sind sie befestigt?

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Hilarus
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Re: Bau einer Schwertscheide
Antwort #17 - 16.11.09 um 12:32:47
 
Also die zwei Riemen oben und unten sind eigentlich nur einer, der in der Mitte geteilt ist. Ich werde mal ein Foto vom Schwertgurt machen und hier einstellen...

Der quadratische Knoten? Kann ich Dir auch nicht mehr sagen - hab einfach ausprobiert. Werde ich aber auch noch mal nachschauen...
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carpe diem!
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Geoffrey
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Re: Bau einer Schwertscheide
Antwort #18 - 16.11.09 um 13:05:38
 
Ich kenne es von einer Rekonstruktion so, dass man den linken Teil des Schwertgurts in drei "Zungen" (oder Riemen) teilt. Der oberste Riemen wird zunächst hinter die Schwertscheide und dann abwärts geführt, so dass er einen Teil der Wicklung ergibt. Der mittlere Riemen wird durch die Laschen des Scheidenbezugs gefädelt und dann auf der Rückseite an sich selbst befestigt. Der dritte Riemen wird auf der Vorderseite der Schwertscheide abwärts geführt und ergibt mit dem oberen Riemen die Wicklung. Allerdings ergibt das nicht dieses Bild, wie bei dir.
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Tankret de Donjon-Blanc
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Re: Bau einer Schwertscheide
Antwort #19 - 16.11.09 um 17:04:47
 
Geoffrey, hohl dir doch einfach den Schnitt hier ab, wozu das Rad neu erfinden...
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mit ritterlichem Gruß Tankret de Donjon-Blanc
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Geoffrey
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Re: Bau einer Schwertscheide
Antwort #20 - 16.11.09 um 21:37:19
 
Der Bezug ist eigentlich schon soweit klar, es geht nur um die Beriemung. Da habe ich halt mehrere Varianten und kann mich gerade nicht entscheiden, wie ich es mache. Aber ich schaue mir die vorhandenen Schwertscheiden bei FN besser noch einmal an. Ich vertage das Projekt eh gerade wieder, da ich noch ein paar Sachen besorgen muss und als erstes den Keller aufräumen will, um dort eine kleine Werkstatt einzurichten. Auf Dauer ist die Bastelei im Wohnzimmer nicht das Wahre.
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Hilarus
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Re: Bau einer Schwertscheide
Antwort #21 - 17.11.09 um 08:47:47
 
Ich habe mal eine Skizze zum Viereckknoten gemacht. Sollte dann eigentlich klar sein:

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Geoffrey
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Re: Bau einer Schwertscheide
Antwort #22 - 17.11.09 um 08:50:31
 
Sehr cool! Danke  Smiley
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Henker
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Re: Bau einer Schwertscheide
Antwort #23 - 23.03.10 um 21:16:16
 
Hallo...
kann mir wer sagen, ob es Belege zu Scheiden gibt, die mit Leinen bezogen waren (vom 11. bis 13.J)? Ich kenn so etwas bisher nur von frühen Angelsächsischen Scheiden und eine aus dem 11. J. - gibt es auch noch spätere? Und kann mir wer sagen, von wann diese Domfigur mit dieser schönen Lederscheide ist?
Waren alle Scheiden mit Ortband?

Gruss - der Henker - stelle mich bei Gelegenheit in anderer Stelle dieses Forum mal näher vor...
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Ares Hjaldar de Borg
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Re: Bau einer Schwertscheide
Antwort #24 - 24.03.10 um 08:57:43
 
Hallo und willkommen, Henker! Das mit dem Leinen ist eine interessante Frage, ich werde mal nachsehen. Zu deiner Domfigur: Meinst Du eine Statue, bei der man Schwert und Scheide erkennen kann, die aber ebenfalls Teil des Bildnisses sind? Oder was für eine Lederscheide meinst Du? Ortbänder scheinen allgemein üblich gewesen zu sein.
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Henker
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Re: Bau einer Schwertscheide
Antwort #25 - 24.03.10 um 14:06:05
 
An dieser Figur ist die oben gesehende Schwertscheide zu sehen, ich meine der Name wurde auch hier im Forum genannt, jedoch ohne Jahreszahl, Epoche...

Also aus früheren Epochen sind mir Scheiden mit Leinen bezogen bekannt, z.B. das Schwert von Karl dem Grossen.
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Geoffrey
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Re: Bau einer Schwertscheide
Antwort #26 - 24.03.10 um 15:30:17
 
Meinst du die Stifterfiguren des Naumburger Doms oder den Heiligen Mauritius im Magdeburger Dom, die Hilarus verlinkt hat? http://www.historiavivens1300.at/hv1300.htm Das ist 13. Jahrhundert. Skelmir hatte eine Seite mit diversen Quellen für stoffbezogene Scheiden aus dem 11. Jahrhundert verlinkt, die meisten davon kontinental Mitteleuropa. Schau mal auf Seite 1 des Threads.
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Ares Hjaldar de Borg
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Re: Bau einer Schwertscheide
Antwort #27 - 24.03.10 um 17:18:24
 
Henker schrieb am 24.03.10 um 14:06:05:
Also aus früheren Epochen sind mir Scheiden mit Leinen bezogen bekannt, z.B. das Schwert von Karl dem Grossen.


Du meinst das Zeremonienschwert?

...

Das ist allerdings aus dem 13. Jahrhundert, und der Leinenkörper dient hier nur als Basis für die Goldverzierungen:

Beschreibung des Schwertes beim Kunsthistorischen Museum zu Wien

Zudem ist es keine typische, bezogene Scheide, sondern eine Extraausführung für den König ohne Holzkern:

Zitat:
Das Zeremonienschwert wurde für die Kaiserkrönung von Friedrich II. 1220 angefertigt. Um ihr Gewicht zu reduzieren, fertigten die arabischen Handwerker in Palermo die Scheide nicht aus Metall, sondern aus mit Email- und Goldplatten benähten Textilien.


Link

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Henker
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Re: Bau einer Schwertscheide
Antwort #28 - 24.03.10 um 18:45:49
 
ne ne, ich mein das Schwert von dem Frankenkönig, der ist ja nu schon 800 + xy gestorben.

...und ja, diese Figuren von den HP meine ich.

So, und nun nochmal zu dem was ich suche:

Ich suche Belege für Schwertscheiden aus den 13. Jh.,  die mit Leinen bezogen sind, denn dass es im 11. Jh. durchaus üblich war, ist mir ja bereits bekannt.

gruss - und schon mal viel dank für Eure Unterstützung und Aufnahme ins Forum.
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Ares Hjaldar de Borg
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Re: Bau einer Schwertscheide
Antwort #29 - 24.03.10 um 19:07:02
 
Ach, ich stand auf dem Schlauch... die Joyeuse meinst du!

...

Das ist ein ziemlicher Bausatz durch alle Jahrhunderte, und die Scheide ist auch nicht frühmittelalterlich. Vermutlich hat Karl das Ding nie gesehen. Die Scheide ist m.W. mit Samt bezogen, also eher spätmittelalterlich.

Joyeuse im Louvre
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