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Frage zu Kettenhemdringen (Gelesen: 26028 mal)
Hilarus
Serjeant
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Dillingen / Saar
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Re: Frage zu Kettenhemdringen
Antwort #15 - 07.02.12 um 07:17:24
 
Belege für gestanzte Ringe habe ich leider nicht. In den "Ausgrabungen in Schleswig" (13.Jhdt) finden sich aber Kettengeflechte aus zumeist flachen Ringen:

Zitat: "mehrgliedrige Reste von Ringbrünnen sind erst für das fortgeschrittene 13. Jh. belegt. Der Querschnitt der einzelnen Glieder ist zumeist flach, ihre übereinandergreifenden Enden wurden miteinander vernietet."

Und laut Andi Bichler (www.historiavivens1300.at) gibt es bei Ihnen "Funde von Panzerfragmenten aus dem 9./10. Jh. aus Thunau, welche abwechselnd aus geschweißten und vernieteten Ringen bestehen, die ebenfalls einen zumindest abgeflachten Querschnitt aufweisen".

Mehr kann ich Dir leider nicht bieten.
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carpe diem!
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Sergeant-Kramer
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Re: Frage zu Kettenhemdringen
Antwort #16 - 07.02.12 um 13:58:16
 
Hört sich ja garnicht mal so falsch an. Ich muss mal sehen ob ich mich dann tatsächlich für gestanzt/vernietet entscheide. Danke erstmal für die Antwort Zwinkernd

Gruß
Tim
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Sergeant-Kramer
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Re: Frage zu Kettenhemdringen
Antwort #17 - 05.06.12 um 15:05:54
 
Um nochmal zum Thema zu kommen,
wie genau sieht das nun egeintlich mit Unvernieteter Kette aus? Hat es diese wirklich gegeben, gibt es Belege? Mir ist eines aus dem Spämi bekannt aber das hat wohl nur als Deko seinen Zweck erfüllt... Beim Adel des Homi schließe ich einen unvernieteten Harnisch komplett aus, aber was ist mit Soldaten und Söldnern??
Gruß,
Tim
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Werner
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Re: Frage zu Kettenhemdringen
Antwort #18 - 05.06.12 um 15:43:51
 
Ganz einfach - zu 100% vernietet waren die.
Ausnahme abwechseln massive Ringe mit vernieteten, das war wohl auch die gängiste Form seit der Römer??? Zeit übers FMA bis ins SMA.
Die "einfachen Soldaten" waren meist nichts anderes als unfreie die Kriegsdienst leistetet...Söldner, als Berufskrieger...naja, auch der muss erstmal Geld haben.
Aber das ja auch nicht die Kernfrage  - also, nur vernietet.
Wenn es interessiert, der Innenringdurchmesser liegt im Hochmittelalter überwiegend zwischen 7-8mm. Ausnahmen gibt es einige mit 6mm und einige mit 8mm. Ganz ganz selten Ringe über 10mm.
Also optimal wär ein vernietetes Hemd abwechseln gestanzte und vernietete Ringe mit einem Innendurchmesser von 7-8 mm.

Hier mal die gängige Einstiegsliteratur zu dem Thema. meiner Meinung nach auch die beste Zwinkernd
http://www.kernaud.net/pub/Maille/ringweave.pdf
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Der im Strîtgewand tanzt
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Sergeant-Kramer
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Re: Frage zu Kettenhemdringen
Antwort #19 - 05.06.12 um 15:59:59
 
Alles klar, dacht ich mir doch^^
Meine Haube ist aus 8mm vernieteten Rundringen mit einem Mundschutz aus flachen, vernieteten Ringen (den musste ich noch selbst dazu basteln). Mein Hemd ist noch ein altes und wird bald ersetzt (ist unvernietet und löst sich langsam auf...) entsprechend der Haube die ich ja schon habe hatte ich dann vor mir ein 8mm Rundring Hemd zu besorgen. Ob ich dann die Haube noch anniete weiß ich nicht, da die Öffnung nicht groß genug zum Kapuzen-mäßigen Runterziehen ist (auch ohne Mundschutz).
Danke erstmal für die bestätigung meines Verdachts^^
Gruß,
Tim
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